Archiv für den Monat: Februar 2015

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Welt retten

Ich sitze in der Limobar und warte auf Suza. Ja, ich bin heute vor ihr da, weil es in mir brodelt und ich es kaum abwarten kann, sie mit Dingen zu konfrontieren, die diese Welt zu einem sehr, sehr schlechten Ort, um dort zu leben, machen. Aufgebracht ziehe ich am Strohhalm meines heute mal speziell vitaminreichen Getränks, als Suza den Raum betritt und ich an ihrem Blick erkennen kann, dass sie an meinem Blick erkannt hat, was nun auf sie zukommt. Continue reading

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Die Qual der Wahl

Äußerst unwillig trotte ich Suza hinterher, die fest davon überzeugt ist, dass es eine ganz hervorragende Idee ist, am Mittwochabend vor Weiberfastnacht noch schnell ein paar neue Karnevalskostüme zu shoppen. Immerhin habe ich es mit aller grundsätzlicher Euphorie zur Sache – also lethargisch mit aufgesetztem Lächeln – geschafft, sie davon zu überzeugen, dass mich kein Mensch, kein Pferd und noch nicht einmal das Wort „Feigling!“ – dieses Mal – in eine der großen Ketten mit Riesenauswahl an anderen Tollwütigen, die jetzt noch Kostüme brauchen, bringen kann, es demnach also ein kleiner, unbekannter Einzelhandelsladen sein muss. An einem kleinen Schaufenster in einer Seitenstraße bleibt Suza stehen und klatscht freudig in die Hände. Ich laufe in sie rein und verdrehe die Augen. Continue reading

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Jeder Jeck

Ich sitze in der Limobar und warte auf Mone. Sie ist nicht zu spät. Ich bin zu früh. Eigentlich ist sie niemals zu spät. Ich habe mir aber angewöhnt, immer eher da zu sein.  Mone betritt meist völlig hektisch und aufgewühlt den Raum, weil sie denkt, sie sei unpünktlich. Das ist ihr gemeinhin so unangenehm, dass sie umgehend versucht, ihre vermeintliche Verspätung zu überspielen und sofort los babbelt. Dabei sieht sie nicht auf die Uhr, bemerkt nicht, dass sie gar nicht zu spät ist und ich lasse sie schmunzelnd in dem Glauben. Es funktioniert. Solange ich warte, kann ich außerdem über das ein oder andere nachdenken, mal zur Ruhe kommen und den Trubel der Welt aus meinem Kopf verbannen. Heute allerdings fällt es schwer. Eigentlich ist es unmöglich. Continue reading